Kirchengemeinde Stapellage Müssen
Kirche in
Stapelage Müssen Billinghausen
Hörste Wissentrup

Heiligabend zuhause, im Netz und in der offenen Kirche

Liebe Leserin, lieber Leser, ich möchte Sie im Namen des Kirchenvorstands und meines Kollegen Ulrich Wilkens sehr gerne über unser Konzept für den Heiligen Abend informieren. Die Pandemie ist eine riesige Herausforderung auch für uns als Kirche. Heute, da ich meine Worte an Sie richte, haben wir in Deutschland die hohe Zahl von 20.000 minus 10 an Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden erreicht und die Intensivbetten in den Krankenhäusern füllen sich mehr und mehr.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich möchte Sie im Namen des Kirchenvorstands und meines Kollegen Ulrich Wilkens sehr gerne über unser Konzept für den Heiligen Abend informieren. Die Pandemie ist eine riesige Herausforderung auch für uns als Kirche. Heute, da ich meine Worte an Sie richte, haben wir in Deutschland die hohe Zahl von 20.000 minus 10 an Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden erreicht und die Intensivbetten in den Krankenhäusern füllen sich mehr und mehr. Auch wir im ländlichen Lippe stehen keineswegs gut im Blick auf die Zahl der aktiven Fälle da, wie wir es täglich in den Medien nachverfolgen können. Rein rechtlich gibt es nach den Richtlinien des neuesten „Teil-Lockdowns“ die Freiheit, sich zum Gottesdienst leiblich in der Kirche zu versammeln. So werden wir auch weiterhin, die Gesamtlage im Blick behaltend, verfahren. Es ist belastend, sich mit der Maske im Gottesdienst auszurüsten und es ist nicht sehr feierlich, als Gemeinde nicht singen zu dürfen. Aber trotzdem sind wir leiblich zusammen, wir verlassen die Häuser, um uns im Gottesdienst und danach zu treffen. Dies ist ein hohes Gut. Rein rechtlich wäre nach heutigen Stand auch die Versammlung im Gottesdienst am Heiligen Abend möglich, wobei gleichzeitig und mit Recht von Seiten der Kanzlerin dazu aufgerufen wird, möglichst zuhause zu bleiben und die Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Denn: Die Kontakte geben dem Virus die Nahrung, nur die Kontakte bieten dem Virus die Möglichkeit, überzuspringen und sich auszubreiten. Wir halten es im Blick auf den Heiligen Abend für absolut notwendig, dass wir uns an diesem feierlichen Tag, an dem üblicherweise viele Menschen zusammenkommen, um die Gegenwart der Liebe Gottes durch die Geburt Jesu in Bethlehem zu feiern, strikt im Sinne der Gesundheit verhalten. Die Liebe Gottes soll aufleben, das Virus aber nicht. Kurzum: Es scheint uns aus medizinisch-ethischen Gründen nicht an der Zeit zu sein, am Heiligen Abend Menschen zu versammeln. Wir wollen auch gar nicht erst versuchen, mit noch so vielen kleineren Gottesdiensten dem sonst so schönen feierlichen Tag hinterher zu laufen. Außerhalb von Corona freuen wir uns über gefüllte Kirchen, aber nicht zur Zeit der Explosion des Virus.
Doch trotzdem sprechen wir eine Einladung aus. Wir öffnen unsere beiden Kirchen in Stapelage und Müssen den ganzen Tag lang. Sie stehen im üblichen Schmuck, wie sonst auch. Jeder soll die Weihnachtsgeschichte hören können, seine private Andacht halten und die Predigten schriftlich mitnehmen können. Wir nennen dieses Konzept: „Die Wandelkirche“. Zusätzlich nehmen wir drei gottesdienstliche Angebote digital auf: Eins für Kinder und zwei für Erwachsene. Ab dem 24.12. sind diese Angebote über unsere Homepage zugänglich und können jederzeit abgespielt werden. An jedem Adventssonntag stimmt uns schon einmal eine kurze Andacht aus Musik und Lesung auf die besondere Zeit des Wartens und auf die Feier der Geburt Jesu ein. Dieses zusammen, die Wandelkirche und die sogenannten „Online-Gottesdienste“ scheinen uns als Kirchenvorstand für dieses Jahr ein gangbarer Weg zu sein, um den Heiligen Abend besinnlich und verantwortungsbewusst zugleich zu begehen. Liebe Gemeinde, ich hoffe, dass Sie mit diesem Vorgehen einverstanden sein können! Kommen Sie gut durch die nächsten Wochen! Gott beschütze Sie! Was Dunkelheit und Angst bedeuten, das können viele von uns dieses Jahr am eigenen Leib besonders deutlich spüren. Doch Weihnachten kommt als ein Licht der Hoffnung in eine Welt, in der vieles wie gelähmt erscheint. Durch das anziehende Licht machten sich damals reiche und arme Menschen jeder Hautfarbe auf den Weg, um in die Nähe des Lichtes zu kommen. Wir laden Sie in diesem Jahr dazu ein, diesen Weg vor allem als inneren Weg zu verfolgen. Wir machen uns nicht leiblich, sondern innerlich auf den Weg nach Bethlehem. Doch die einzigartige Hoffnung, die uns geschenkt wird, je näher wir zum Licht gelangen, ist dieselbe!

Für den Kirchenvorstand
Ihr Holger Teßnow

© Ev.-ref. Kirchengemeinde Stapelage-Müssen
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